Sonntag, 31. Oktober 2010

Ein bisschen Kultur...

Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen eines (kleinen) Kulturmarathons...

Heute Vormittag hatte ich wieder (wie im Moment jedes Wochenende) eine Führung in der Pop-Art-Poster Ausstellung in den Opelvillen. Die Ausstellung ist wirklich gut besucht. Namen wie Warhol, Lichtenstein und Keith Haring ziehen die Besucher natürlich auch an. Es ist, wie man schon beim Ausstellungstitel vermutet eine bunte Ausstellung. Mein absoluter Favorit hier ist Robert Rauschenberg!

Nach der Führung und einem Kaffee mit Freunden bin ich dann nach Darmstadt auf die Mathildenhöhe gefahren. Dort gibt es im Moment eine Expressionismusausstellung, die nicht nur Malerei sondern auch Literatur, Musik, Film und Architektur berücksichtigt. Außerdem hatte ich die Hoffnung bei dem schönen Wetter ein gutes Foto vom Hochzeitsturm machen zu können...der ist aber eingerüstet...
So gabs also nur ein Foto von der russischen Kirche dort.



Die Ausstellung ist sehr interessant zumal ich in der Oberstufe, in Ermangelung von Kunstlehrern, das Thema Expressionismus bei meiner Deutschlehrerin durchgenommen habe. Sie hatte sich im Unterricht dann auch mit der bildenden Kunst, Gedichten, Theaterstücken und theoretischen Schriften beschäftigt. Das fand ich damals sehr spannend, weil man sehen konnte, dass so eine Kunstrichtung nicht isoliert entsteht. Seitdem bin ich auch ein absoluter Expressionismusfan. Leider gabe es auf der Mathildenhöhe keinen interessanten Katalog zu diesem Thema.

Der Expressionismus hat mich 2003 auch zu den Opelvillen gebracht, denn die erste Ausstellung dort war eine Ausstellung Arbeiten der "Brücke"-Künstler und ich wollte unbedingt etwas bei dieser Ausstellung arbeiten. An Führungen hatte ich damals allerdings nicht gedacht...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Ergänzung zum Streik

Seit vorgestern ist der Streik bei der Societät beendet. Nach einer durchgetagten Nacht bleibt zwar die Zerschlagung der Societät erhalten, aber alle drei Firmen sollen im Tarif verbleiben. Das hat sich wohl gelohnt!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Streik!

Bei uns in der Firma wird gestreikt. Nicht in der Firma, in der ich arbeite, sondern bei der Societätsdruckerei. Die Frankfurter Societät wurde in drei Firmen zerschlagen. In die Druckerei mit ca. 400 Mitarbeitern, die Medien GmbH (hier arbeiten z.B. die Redakteure) mit etwa 180 Mitarbeitern und die Holding GmbH (Verwaltung) mit ca. 95 Mitarbeitern. Das hat zunächst erstmal keine großen Auswirkungen für die Beschäftigten, bis auf große Veränderungen in der Mitarbeitervertretung, aber die Medien und die Holding GmbH sollen laut Medienberichten ihre Tarifzugehörigkeit aufgeben, was in den nächsten Jahren durchaus zu großen Veränderungen führen kann. Seit letzten Wochenende gibt es nun in der Druckerei einen Warnstreik, der auch durch die Redakteure unterstützt wird. Es geht vor allem um eine Altersteilzeitregelung, aber natürlich auch um das Problem der Tarifbindung.

Es ist schon schwierig, wenn die Regierung immer wieder darauf hinweist, dass Regelungen, was Lohnentwicklung und Arbeitszeiten betrifft, von den Tarifpartnern geregelt werden sollen, aber immer mehr Betriebe die Tarifbindung verlassen. Das passt für mich nur schwer zusammen und daher sympatisiere ich mit den Streikenden.


Wenn ich im Moment morgens zur Arbeit gehe, komme ich mir fast vor wie ein Streikbrecher, wenn ich an den Streikposten vorbeigehe, aber ich arbeite halt in einer anderen Firma und bin daher außen vor. Wir bekommen nur die Auswirkungen dieses Streiks zu spüren, da unsere Zeitungen nur in Notausgaben gedruckt werden und die Beilagen nicht so gestreut werden können, wie unsere Kunden sie gebucht haben...das führt natürlich zu Mehrarbeit für unsere Kollegen aber auch zu vielen Diskussionen Pro und Contra Streik und Pro und Contra der Gewerkschaften. Aber ich denke, es sind gute Diskussionen, weil man sich mal wieder Gedanken über seine Arbeit macht und die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.

Sonntag, 19. September 2010

..t1

Letzten Herbst hatte ich die Idee, einfach ein paar Leute aus meiner alten Klasse (5.-10. Klasse, 1973 - 1978), die in der Nähe wohnen in einer Kneipe zu treffen. Dieser Plan ging natürlich total daneben und es ist ein ausgewachsenes Klassentreffen draus geworden (23 Schüler und 8 Lehrer).
Nach einem halben Jahr Planung, der Hilfe von 2 ehemaligen Klassenkameradinnen und einer mittlerweile unüberschaubaren Anzahl von Mails, war es gestern soweit. Wir haben uns zunächst, wer wollte, zu einem Spaziergang und anschließend in einem Ausflugsrestaurant, dass wir alle noch aus der Schulzeit kannten, zu Essen, Trinken und Schwätzen getroffen. C. und ich hatten aus den alten Schulfotos und neuen Fotos, die ich in unserer alten Schule gemacht habe eine kleine Diashow gebastelt.
Und wir haben geredet und uns gewundert, wer jetzt wie aussieht und was jeder so macht... Es kamen Leute aus der Schweiz und aus England angereist und unser alter Klassenlehrer hat sich auch tierisch gefreut. War dann wirklich ein schöner aber langer Abend...

Das nächste Treffen steht 2012 an. 30 Jahre Abitur...

Samstag, 4. September 2010

Die zweite Woche Urlaub...

...oder mein erster Klosteraufenthalt.
Am Montag bin ich für einige Tage in die Abtei Münsterschwarzach, ein Kloster der Missionsbenediktiner gefahren. Ich war sehr gespannt, was mich dort erwarten würde. Eigentlich wollte ich nur Ruhe zum Nachdenken und wenns geht halbtags eine Arbeit.
Bekommen habe ich beides, wenn auch auf Umwegen...


Die Benediktiner sind sehr tolerant und offen. Man kann im Kloster an den Gottesdiensten und Horen teilnehmen (die erste ist um 5.05 Uhr morgens...). Man kann, aber man muss nicht. Dafür wird man aber zuverlässig 4 Mal am Tag verpflegt. Gut, dass ich keine Waage besitze...

Der Blick der Benediktiner, die jeden Menschen so sein lassen wie er ist, hat mich am Anfang sehr aufgewühlt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich das "verdaut" hatte.

Ich bin in der ganzen Zeit nur zu einer einzigen Komplet in der Kirche gewesen, da ich mit diesen Ritualen nicht besonders gut zurecht komme, aber ich muss sagen, der Chorgesang der Mönche hat schon etwas sehr Schönes. In der Kirche für mich alleine war ich jeden Tag. Es herrscht dort einfach eine ruhige Atmosphäre, die ich sehr genossen habe.

Ich habe 3 Tage in der Druckerei Zettel in Kalender eingelegt. Sehr kontemplativ...;-) Dabei konnte ich mich mit zwei Brüdern ein wenig unterhalten. Das war schon sehr schön.

Und es war unglaublich interessant, welche Menschen zur gleichen Zeit wie ich dort waren. Menschen, die ihr Leben gerade komplett umkrempeln, manche suchen einfach nur Ruhe und Entspannung. Es war eine Schwester aus einem ganz kleinen Benediktinerkloster (10 Schwestern) aus der Nähe von Locarno dort und eine, die in Tansania in einer Mission arbeitet. Man sitzt immer wieder mit anderen Personen beim Essen und unterhält sich. Und jeder gestaltet seine Zeit dort ganz unterschiedlich und hat einen eigenen Blick auf den Aufenthalt im Kloster.

Nach zwei Tagen bin ich dann auch tatsächlich etwas zur Ruhe gekommen und konnte mich sehr gut erholen. Und jetzt bin ich wieder zuhause...

Sonntag, 29. August 2010

Die erste Woche Urlaub...

ist vorbei! Ich habe Dinge von einem Keller in den anderen transportiert, IKEA heimgesucht und ein Bücherregal gestrichen. Gelesen, unsere neue Ausstellung schon mal anschauen können (die ab dem 08.09. in den Opelvillen läuft) und dazu mindestens 1 Kilo Infomaterial mitgenommen, dass ich jetzt durcharbeiten muss um meine Führungen vorzubereiten.

Da ich im November dann an einer kleinen Begleitausstellung teilnehmen darf, hab ich auch schon einen Entwurf zum Thema Pop-Poster gemacht. Mal sehen was von diesem Entwurf bis zur Ausstellungseröffnung noch übrig ist...

Das Wetter heute, am Sonntag, ist so ungemütlich, dass man es wunderbar mit Lesen und Rumgammeln vertun konnte. Meine Reisetasche für meinen Klosteraufenthalt, auf den ich wirklich schon sehr gespannt bin, ist jetzt schon fast fertig gepackt. Die zweite Woche kann also beginnen...

Sonntag, 22. August 2010

Wimpern

Neulich hat ein Freund von mir eine ganze Reihe Portaitaufnahmen gemacht. Zum einen, weil ich festgestellt hatte, dass es kaum Fotos von mir gibt, die mir gefallen (aber wer gefällt sich schon selbst auf Fotos...) und zum anderen, weil er mal wieder etwas anderes als Marmeladen (hatte er für eine Buchproduktion fotografiert) fotografieren wollte.


Wir haben also 2 Stunden herumprobiert und viele, viele Fotos gemacht, von denen mir auch immerhin eine Handvoll richtig gut gefallen.


Irgendwann kam dann der sehr überraschte Ausruf: "Otti, du hast ja Wimpern!" Tja, sowas solls geben...